Ist kaltgepresster Saft gut für Sie?

Ja, kaltpressen bewahrt mehr Nährstoffe im Vergleich zu herkömmlichen Entsaftungsmethoden. Im Laufe der Zeit kann dies für Menschen, die regelmäßig Saft aus gesundheitlichen Gründen trinken, einen bedeutenden Unterschied machen.

Warum?

Die Kaltpressung vermeidet Hitze, wodurch hitzeempfindliche Vitamine, Enzyme und Polyphenole geschützt und die Oxidation verlangsamt werden. Herkömmliche Entsaftungsmethoden erzeugen Reibung und Wärme, die Nährstoffe schädigen, die Oxidation beschleunigen und dazu führen können, dass Obst und Gemüse ihren frischen Geschmack verlieren.

5 Vorteile von kaltgepresstem Saft

1. Mehr Nährstoffe – Langsameres Drehen, weniger Hitze, mehr Nährstoffe bleiben erhalten

Zentrifugalentsafter können mit 6.000 U/min oder mehr drehen. Die Hochgeschwindigkeitsreibung kann Temperaturen von bis zu 60 °C erzeugen. Im Gegensatz dazu arbeiten Kaltpressentsafter mit langsamer Geschwindigkeit, typischerweise etwa 40 U/min, und verwenden Druck, um den Saft langsam mit minimaler Hitzeentwicklung zu extrahieren.

Forschungen, die vom NCBI indexiert sind, zeigen, dass die Kaltpressung mit niedrigem Sauerstoffgehalt und niedriger Temperatur die ursprüngliche Bioaktivität des Safts besser bewahrt.

2. Weniger Oxidation – Reduzierter Sauerstoffkontakt verlängert die Nährstofflebensdauer

Zentrifugalentsafter gewinnen Saft durch Hochgeschwindigkeitsdrehung, die nicht nur übermäßigen Schaum erzeugt, sondern auch Luft einführt, die den Saft oxidiert. Kaltgepresster Saft verlangsamt hingegen die Oxidation und hilft, die Frische zu bewahren.

Experimentelle Daten von Goodnature zeigen, dass nach 48–72 Stunden Kühlung die Vitamine A und C im Zentrifugalentsafter-Saft um bis zu 46 % abnahmen, während kaltgepresster Saft nur etwa 12 % Nährstoffverlust aufwies.

3. Höherer Saftausbeute – Produziert mehr Saft und reduziert Lebensmittelverschwendung

Kaltpressentsafter gewinnen mehr Saft aus Obst und Gemüse, insbesondere aus Blattgemüse, durch tiefes mechanisches Pressen. Eine 2024 in der Zeitschrift Food Science & Engineering veröffentlichte Studie ergab, dass die Kaltpresstechnologie bei saftigen weichen Früchten eine Saftausbeute von 92 % erreichte, verglichen mit nur 47 % bei herkömmlichen Zentrifugalentsaftern. Bei harten Früchten lag die Kaltpressausbeute bei 66 %, gegenüber 50 % bei Zentrifugalentsaftern.

Das bedeutet, dass mit der gleichen Menge an Rohstoffen Kaltpressgeräte deutlich mehr Saft produzieren können.

4. Besserer Geschmack – Bewahrt den natürlichen Geschmack, näher am echten Obst

Hitze zerstört nicht nur einige hitzeempfindliche Nährstoffe, wie oben erwähnt, sondern lässt den Saft auch „gekocht“ schmecken. Manchmal verleiht sie einen überreifen oder leicht unangenehmen Geschmack.

Kaltgepresster Saft, der ohne Hitze gewonnen wird, behält mehr natürliche Aromen, die frischem Obst näherkommen – lebendig, erfrischend und natürlich süß. Viele Menschen, die regelmäßig Saft trinken, beschreiben kaltgepressten Saft als geschmacklich näher an frisch gepresstem Obst und Gemüse, mit einem natürlich süßen Geschmack und einem intensiveren Aroma.

5. Längere Haltbarkeit – Bleibt länger frisch, praktisch für die Zubereitung in größeren Mengen

Da kaltgepresster Saft während der Gewinnung nur sehr wenig Luft ausgesetzt ist, bleibt er viel länger frisch als herkömmlicher Saft. Daten zeigen, dass kaltgepresster Saft nach 72 Stunden (3 Tagen) Kühlung extrem stabile Nährstoff- und Geschmackswerte aufweist, ohne die schnelle Oxidation oder Trennung, die bei gewöhnlichem Saft typisch ist.

Das bedeutet, dass kaltgepresster Saft seine Nährstoffe im Kühlschrank länger behält als herkömmlicher Saft.

Erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen Kaltpressentsaftern und herkömmlichen Entsaftern in unserem vollständigen Leitfaden: Sind kaltgepresste Säfte gesund? Kaltpressentsafter vs. herkömmlicher Entsafter

Quellen

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